Montag, 21. November 2016

Das Gegeneinander bringt uns nicht weiter

Peißenberg - Bei  der „Milch Board"-Diskussion in Peißenberg wurde klar: Es ist keine Lösung für das Milchpreisproblem in Sicht. Wolfgang Scholz hatte auch keine umfassende Lösung parat. „Wir sind auf dem Weltmarkt", so der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands, der eine „grundlegend andere Marktordnung" vorschlägt. Chancen für die Bauern sieht Scholz aber im Export. Es müssten neue Märkte erschlossen werden. Nicht alle fanden die Idee gut, Milchprodukte nach Afrika zu exportieren. Durch Billigexporte würde man dort die Bauern kaputtmachen, die dann nach Europa fliehen würden. Die anschließende Diskussion mit dem Publikum zeigte, dass fast alle Beteiligen die Milchmenge für das entscheidende Problem halten. 

Dienstag, 15. November 2016

Video: 10 Jahre EMB

Vergangene Woche feierte das European Milkboard EMB das 10 jährige Jubiläum. Vor 10 Jahren gründeten weitsichtige Milchbauern aus 9 europäischen Ländern das EMB.


Freitag, 4. November 2016

Keine Milchkrise mit BDM?

Wenn es nach dem BDM gegangen wäre, dann hätte es keine Milchkrisen gegeben. Das behauptet der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter Romuald Schaber im LANDWIRT-Interview. 
Wenn es nach BDM gegangen wäre, dann hätte es keine Milchkrisen gegeben, weil wir einen anderen Weg eingeschlagen hätten. Die Krisen waren vorhersehbar und sind Ergebnis politischer Entscheidungen, nämlich den Milchmarkt zu liberalisieren.

Video - Milch wird wieder teurer

Gute Nachrichten für Milchbauern in Hessen: In dieser Woche steigen die Milchpreise im Supermarkt wieder an. Ein Liter Milch wird 10 bis 15 Cent teurer. Ein Anfang im Kampf gegen den Milchpreisverfall.

Freitag, 21. Oktober 2016

US-Milcherzeuger vernichteten in 2016 rund 173 Mio. Liter Milch

Nach Angaben des Onlineportals Moproweb hat das Wall Street Journal berichtet, dass Milcherzeuger in den USA in großem Umfang überschüssige Milch vernichtet haben. In den ersten acht Monaten von 2016 sollen bereits rund 43 Mio. Gallonen Milch (ca. 173 Mio. Liter) auf Feldern versprüht, in Güllegruben oder die Kanalisation geleitet worden sein. Mit diesem Verhalten haben die amerikanischen Milcherzeuger auf den Preisverfall und den Aufbau hoher Lagerbestände für Käse reagiert.

Dienstag, 18. Oktober 2016

MEG Milch Board: Krise in der Endlosschleife gefangen

Einige Wochen vor dem Auslaufen der Milchquote veröffentlichte die MEG Milch Board ihre RoadMap Milch & Markt. Den Verantwortlichen war klar, dass der Milchmarkt ohne bedarfsgerechtes Mengenmanagement nicht funktionieren kann. Anstelle der Milchquote plädierte die MEG Milch Board für eine flächendeckende Pflicht zur Einführung schuldrechtlicher Verträge zwischen Milcherzeugern und Molkereien, in denen Mengen und Preise festgeschrieben werden. Profitiert hätten beiden Seiten durch ein hohes Maß an Planungssicherheit. Es kam anders. Während die Quote fiel, blieb das System der Andienungspflicht und Abnahmegarantie bestehen.

Nach dem Quotenende weiteten die deutschen Milcherzeuger ihre Produktionsmenge bereits im ersten Jahr um 4,5 Prozent aus, weitere Steigerungen folgten bis Mai 2016. Diese massive Mengenausdehnung führte zu einem totalen Einbruch der Milchpreise. Zum Quotenende im April 2015 lag der Milchpreis bereits 23 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 2014 (39,56 Cent/kg). Seitdem gingen die Preise nochmals um 23 Prozent zurück und erreichten im Juli 2016 ein Niveau von 24,4 Cent. Die Folgen für die Milcherzeuger sind katastrophal, wie die aktuellen Veröffentlichungen der MEG Milch Board belegen. Die Preis-Kosten-Ratio, welche das Verhältnis zwischen den Milcherzeugungskosten und den realen Milchauszahlungspreisen aufzeigt, ergab eine Unterdeckung von 46 Prozent und markierte damit ein neues Allzeittief. Die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeugung ist damit auf ein dramatisches Niveau ohne Arbeitseinkommen gesunken, wo zudem auch keine Abschreibungen mehr bedient werden können.

Diese Entwicklung blieb nicht ohne Folgen. Da die Milcherzeugung unter den beschriebenen Bedingungen ruinös ist, reduzierten viele Betriebe die Produktion oder gaben die Milchviehhaltung ganz auf. Seit Mai 2016 sinkt die Anlieferungsmenge und rutschte im Juni  erstmals unter die Vorjahreslinie. Für Peter Guhl, Vorstandsvorsitzender der MEG Milch Board, beginnt nun eine neue Dimension des Marktversagens. Weil die Molkereien, allen voran das DMK, längerfristig mit hohen Milchmengen zu Schleuderpreisen kalkuliert haben, diese aber nicht mehr „angedient" bekommen, kommt es nun schlagartig zu Engpässen in der Versorgung mit Butter und Käse. Die Spotmilchpreise in den wichtigsten Erzeugungsländern verdoppeln sich innerhalb von nur drei Monaten. Molkereien, die  langfristige Verträge mit dem Handel abgeschlossen haben, kommen nun zunehmend in Not. Leidtragend sind dann - trotz steigender Nachfrage - wieder die Milcherzeuger.

Der massive Einbruch der Milchpreise nach dem Quotenende und die missliche Versorgungslage aktuell stehen für Guhl in engem Zusammenhang. Ohne ein regulierendes Mengenelement führen starre Andienungs- und Abnahmegarantien zwangsläufig ins Marktchaos. Wären diese zum Quotenende durch schuldrechtliche Verträge mit eindeutigen Mengen- und Preisvereinbarungen ersetzt worden, hätten beide Verhandlungsseiten Planungssicherheit erhalten und die drastischen Ausschläge nach oben und unten wären ausgeblieben. „Erzeuger, Molkereien, Handel und Politik müssen aus dieser Krise lernen", so Guhl. Er ist sich sicher: Eine Neuregelung der Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeugern und Molkereien ist unumgänglich. Allen Beteiligten, die das auch ernsthaft wollen, streckt die MEG Milch Board auch weiterhin die Hand entgegen. Solange dies nicht gelingt, bleibe die Krise in der Endlosschleife gefangen!

Samstag, 15. Oktober 2016

Höhere Milchpreise nur für ausgewählte Bergbauern

Konrad Estermann bekommt stolze sechs Cent Bergbauernzuschlag pro Liter Milch, das macht etwa 37 Cent Auszahlungspreis - je nach Fett und Eiweißgehalt.  Auch Bauer Johann Glockner liefert an die Molkerei Bergader, bekommt aber keinen Preiszuschlag. "Den Zuschlag bekommen all die Landwirte, die vom Amt für Landwirtschaft als Bergbauern geführt werden. Das sind Landwirte, die in der Gebietskulisse Milch produzieren, die vor 40 Jahren letztlich ausgewiesen worden ist." Als Bergbauern-Gebietskulisse gelten Gemeinden oder Gemeindeteile mit einer Höhenlage über 800 Metern. 

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Höchste Butterpreise seit 2014

Den vierten Monat in Folge sind die Preise für die wichtigsten Milchprodukte im europäischen Großhandel gestiegen. Am stärksten gestiegen sind von Juni bis September im europäischen Großhandel die Butterpreise (+ 46 %). Auch die Käsepreise (+ 34 %) haben einen sehr kräftigen Sprung nach oben gemacht. Nicht ganz so kräftig war die Preiserholung bei Vollmilchpulver  (+ 29 %) und am geringsten waren die Preisaufschläge bei Magermilchpulver (+17 %).

DMK zahlt Bauern 20 Cent unter freiem Markt

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) macht darauf aufmerksam, dass die größte deutsche Molkerei, das Deutsche Milchkontor (DMK), derzeit 20 Cent weniger pro Liter Milch an die eigenen Bauern zahle, als Rohmilch am freien Markt mittlerweile gehandelt werde.

Nach neuesten Zahlen der EU-Kommission ist der Preis für Rohmilch am so genannten „Spotmarkt" in den benachbarten Niederlanden jetzt (9. September) auf 42 Cent je Kilogramm Rohmilch gestiegen.[1] Damit ist ein Stand wie zuletzt im Januar 2014 erreicht worden.

Dienstag, 11. Oktober 2016

DMK-Stellenstreichungen: Protestaktion geplant

Vor dem Werksgelände des Deutschen Milchkontors, DMK, in Everswinkel soll morgen eine Protestaktion stattfinden. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschafts-Aktion – organisiert vom DMK-Betriebsrat und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Münsterland, NGG. Wie die Aktion genau aussehen wird, steht noch nicht fest - das will der Betriebsrat heute entscheiden. 

Medienecho zum LEH-Aktionstag



Sehen Sie hier in dieser Auswahl ein Medienecho vom 11.10.2016 zum Thema Aktionstag beim Handel und Milchpreise / Milchkrise

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Medienecho zum Molkerei-Aktionstag

Sehen Sie hier in dieser Auswahl ein Medienecho vom 06.10.2016 zum Thema Molkereibesuche und Milchpreise



Mittwoch, 5. Oktober 2016

Bauern fordern von Hochland 40 Cent

„Wir haben die vergangenen zwei, drei Jahre keinen Gewinn erwirtschaftet", sagt Oliver Maier, Werkleiter der Firma Hochland in Schongau, mehr als 60 besorgten Bauern über ein Megafon so direkt wie eiskalt ins Gesicht. In diesem Moment platzt einigen Landwirten der Kragen. Andere sind einfach nur sprachlos, schüttelten vehement den Kopf und verdrehen die Augen. „Hat er das wirklich gesagt?", seufzt eine Bäuerin.

Milchpreis: Bauern erhöhen Druck

Landwirte besuchen Molkereien in Upahl und Wismar und wollen bis Mitte Dezember wieder Erlöse von 40 Cent pro Liter Milch erzielen. „Bis Mitte Dezember erwarten wir Preise um die 40 Cent", sagt Georg Maas. Gemeinsam mit sechs weiteren Milchviehhaltern übergab der Lützower gestern eine Resolution an die Werksleitung des Arla Foods Deutschland-Standortes in Upahl. 

Resolution an HOCHWALD-Molkerei - mit Bildergalerie

Milchbauern: "Mehrerlöse umgehend an die Milchviehhalter" - BDM-Aktion
Am Dienstag war das osthessische BDM-Kreisteam in der Hochwald-Molkerei in Hünfeld. Die Milchviehhalter besuchten die Molkerei mit Schleppern und übergaben eine Resolution, mit der sie in den Kontraktverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel unterstützt werden sollen. Die Molkereien wurden gleichzeitig aufgefordert, alle Mehrerlöse, die jetzt aufgrund einer besseren Marktlage erzielbar sind, sofort und vollständig an die Milchviehhalter weiterzugeben. 

Montag, 3. Oktober 2016

Bauer Petersen gibt auf

Von den mehr als 4000 spezialisierten Betrieben in Schleswig-Holstein haben 250 in diesem Jahr aufgegeben: Auch Paul Petersen (62) zwang die Milchkrise in die Knie. Am 15. August hat Paul Petersen seine 50 Milchkühe auf die Nachbarkoppel getrieben. Für immer. Der 62-Jährige hat den Familienbetrieb, der seit 1919 existierte, aufgegeben. Die Tiere hat ein Nachbar gekauft, ebenso das Wohnhaus und die Ställe. Seine 40 Hektar Eigenland hat er verpachtet. Gerne hätte Petersen noch ein, zwei Jahre länger gemacht, aber die derzeitige Milchkrise hat ihn im Mai zum Umdenken bewegt.

Freitag, 30. September 2016

Video: Romuald Schaber im Interview auf alpha-Forum

Im Fernsehbildungskanal ARD-alpha wird am Freitag, 30. September 2016, um 20.15 Uhr das Interview mit Romuald Schaber, das im August aufgezeichnet wurde, ausgestrahlt. Wiederholt wird die Sendung am Dienstag, 4. Oktober 2016, um 13.00 Uhr.
Im alpha-Forum kommen Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, Religion und Kultur in 45 Minuten ausführlich zu Wort. In hintergründigen Zwiegesprächen entstehen Porträts der Interviewten, in denen genügend Zeit für Details und Nuancen bleibt. Nicht das kurze, mediengerechte Zitat, sondern der Lebensweg des Gesprächspartners mit all seinen Erfolgen und Rückschlägen steht im Mittelpunkt von alpha-Forum.

Mittwoch, 28. September 2016

Französische Bauern stellen Strafanzeige gegen Lactalis, Danone und Sodiaal

Einige französische Milchbauern wollen nicht länger die niedrigen Erzeugerpreise hinnehmen. Gegen die Milchunternehmen Lactalis, Danone und Sodiaal haben sie nun Strafanzeige gestellt: Sie werfen ihnen Erpressung vor.

Freitag, 16. September 2016

Vertikale Integration der Bauern wird als Lösung diskutiert

Der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, meint es mache Sinn zu prüfen, inwieweit eine vertragliche Bindung vor Tiefstpreisen schützen könne und welche Folgen ein direkter Einfluss des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) auf die Produktion habe.
Der Geschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Schweineproduktion (ZDS), Dr. Jens Ingwersen, benannte Preissicherheit, Absatzsicherung und Kapazitätsauslastung als potentielle Vorteile der vertikalen Integration. 
Detlef Schlichting von der Vermarktungsgemeinschaft für Zucht- und Nutzvieh stellte mit Blick auf die vertikale Integration fest, dass derzeit bei den Handelsbeziehungen in der Schweinemast keine Absatzsicherung stattfinde. Dennoch ist er überzeugt: „Die Lohnmast ist ein Weg, den wir alle nicht wollen." Er glaubt, dass „eine Bündelung der Angebotsflüsse bei den Erzeugergemeinschaften" ein Zukunftsmodell sein könnte.

und

Spanien setzt auf Integration

Samstag, 10. September 2016

Bauernpleiten trotz Milliardengeldern: EU-Agrarpolitik am Scheideweg?

Seit Jahrzehnten fließen Milliarden an EU-Fördermitteln in die Landwirtschaft. Dennoch stehen Europas Bauern unter Druck. Wie passt das zusammen? 
Auch der Europäische Milcherzeugerverband (EMB) fordert ein Ende der Exportorientierung. Zudem sollten Fördermittel zur Mengenreduzierung genutzt werden. „Das Angebot der Nachfrage anzupassen, wäre die schnellste und angemessenste Lösung", sagt EMB-Chef Romuald Schaber.

Medienecho zur AMK in Warnemünde

Hier ein weiteres Medienecho zur Agrarministerkonferenz in Rostock/Warnemünde


Freitag, 9. September 2016

Mittwoch, 7. September 2016

Der transatlantische Käse-Krieg

Der Milchpreis fällt und fällt. Der Existenzkampf deutscher Bauern hat inzwischen globale Folgen: Die US-Regierung kauft tonnenweise Käse, um nun auch ihre Landwirte zu schützen. Es droht ein Subventionswettlauf.
In Übersee sind die Preise für Milchprodukte dadurch so stark gefallen, dass die US-Regierung Landwirten nun einen riesigen Haufen Käse abkauft: Rund 5000 Tonnen (11 Millionen Pfund) werden auf Kosten des Steuerzahlers an Armenküchen, Schulen und Tafeln verteilt. 20 Millionen Dollar kostet die Aktion.

Dienstag, 6. September 2016

Bayer will Monsanto unbedingt

Der deutsche Chemiekonzern Bayer erhöht sein Angebot für den US-Saatgutriesen Monsato auf 127,50 US-Dollar je Monsanto-Aktie. Der bisherige Angebotspreis lag bei 125 Dollar. Dem US-Konzern ist das zu wenig. Investoren in den USA setzen darauf, dass Bayer bis zu 135 Dollar bieten muss. Immerhin hatte Monsanto den Rheinländern nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters vor wenigen Wochen begrenzten Einblick in interne Daten gewährt.

100 Bauern blockierten Bünting-Lager

Milchlandwirte protestierten am Montagabend in Nortmoor gegen die nach wie vor niedrigen Milchpreise. Die Demonstration vor einem Lager des Handelsriesen Bünting war spontan auf sozialen Netzwerken verabredet worden.

Montag, 5. September 2016

Hauk: Der Norden soll das Melken sein lassen

BerlinBaden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk (CDU) sieht in der Bauernkrise wegen niedriger Milchpreise nord- und ostdeutsche Bundesländer in der Pflicht. „Diese Länder haben ihre Milchproduktion in den vergangene Jahren deutlich hochgefahren, also müssen sie jetzt besonders zur Problemlösung beitragen", sagte Hauk der Deutschen Presse-Agentur. Dem widersprach Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) energisch. Zwar sei die Milchmenge bis 2015 in seinem Land wie in den anderen ostdeutschen Ländern gewachsen, zuvor sei sie aber - nach der Wiedervereinigung - stark gesunken.

SH: Bauern fordern Unterstützung

Durch den niedrigen Milchpreis fühlen sich viele Milchbauern existentiell bedroht. Auf der Landwirtschaftsmesse Norla in Rendsburg zeigte Ministerpräsident Torsten Albig Verständnis.


Protest vor dem Bauerntag
Die Milchbauern fordern ein Umdenken in der Politik des Bauernverbandes und der Bundesregierung. Deswegen stehen sie vor dem Bauerntag. Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung unterstützt die Forderungen des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter.

Sonntag, 4. September 2016

Mengenreduktion in Frankreich: Bis zu 24 Cent/kg Prämie

Frankreich zahlt den teilnehmenden Erzeugern für die ersten 5% an weniger produzierter Milch 24 Cent/kg, und für die weiteren 95% an Mindererzeugung bekommen auch die französischen Landwirte nur 14 Cent/kg. Der französische Minister sieht es als großen Erfolg an, dass die EU-Kommission seit dem Ende der Milchquoten die Angebotsmenge erstmals wieder beeinflussen möchte.

Freitag, 2. September 2016

Milchbauern in Not

Beschränkung in der Nische – das ist dagegen so gar nicht die Sache von Werner Hilse. Als Präsident des niedersächsischen Landvolks setzt er weiter auf die Selbstheilungskräfte der Märkte. Durchhalten sei jetzt angesagt, betont der mächtige Boss des Landesbauernverbandes. Die Empfehlungen des Bauernverbandes, mit Investitionen in moderne, größere Ställe, mit kontinuierlichem Wachstum also, effizientere Kostenstrukturen zu schaffen, seien sicher nicht grundsätzlich falsch gewesen, meint Werner Hilse. Allerdings habe man möglicherweise die Dynamik und Aufnahmefähigkeit der internationalen Märkte in den vergangenen Jahren nicht ganz richtig eingeschätzt.